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Die Bundesländer Schleswig-Holstein, Baden-Württemberg, Berlin, Brandenburg, Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen, Saarland und Mecklenburg-Vorpommern haben heute einen Antrag zur Absicherung der Geburtshilfesituation eingebracht, der vom Bundesrat mit großer Mehrheit angenommen wurde. Der Anlass für den Beschluss ist die Lage auf dem Versicherungsmarkt für freiberuflich tätige Hebammen. Schon seit Jahren geben immer mehr Hebammen insbesondere in der freiberuflichen Geburtshilfe ihre Tätigkeit aufgrund von massiv steigenden Haftpflichtprämien auf.

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"Es braucht jetzt eine politische Lösung" / Schäden sind teurer und langwieriger geworden VON SVENJA KRACHT Minden (mt). Etwa 45 Kinder kommen im Jahr im Geburtshaus Porta zur Welt. Wenn freiberuflich tätige Hebammen nicht mehr arbeiten dürften, müssten diese Babys im Krankenhaus geboren werden. Doch nicht nur für die Geburtshilfe an sich hat die Entscheidung der Versicherer Auswirkungen.

Am:

Ab dem Sommer 2015 haben freiberuflich tätige Hebammen in Deutschland keine Haftpflichtversicherung mehr. Dies bedeutet das Aus für da die Versorgung der Bevölkerung mit freiberuflichen Hebammenleistungen, insbesondere mit Geburtshilfe. Die Nürnberger Versicherung steigt zum 1. Juli 2015 aus den beiden letzten verbliebenen Versicherungskonsortien für Hebammen  aus. Sowohl beim Deutschen Hebammenverband (DHV) als auch beim Bund freiberuflicher Hebammen Deutschlands (BfHD) ist offen, wer die Hebammen dann noch versichert. Zahlreiche Anfragen bei alternativen Versicherungsunternehmen im In- und Ausland blieben bisher erfolglos.